Tuesday, October 30, 2007

Die fehlende Anwesenheit von Allem

Wie ist es
Wenn Er dem Wind lauscht
Und dieser Ihm zuflüstert
Dass Er Ihr fehlt
Fände Er das schön

Genau so
Wie Er Sie küsste
Sie in Seinen Armen lag
Eine Nacht
Nicht für länger

Wie fände Er das

Denkt Er daran
Wie es wäre
Wenn Er die Wärme
Noch einmal spüren könnte
Mit der Sie Ihn umschloß

Aber nein, oder
Denn Er fühlt es nicht
Sagt nichts
Bleibt stumm
Er denkt nicht so an Sie

Kein Wort
Keine Geste
Kein Blick
Kein Gefühl
Sie sagte Ihm nie, dass Er Ihr fehlt

Bleibe ruhig stumm
Sage kein Wort
Denk nicht an Sie
Schau Sie nicht an
Sie sagte Ihm nie, dass Er Ihr fehlt

Kann Er nicht sehen
Er wird es nie sehen
Er stellt keine Fragen
Sie sagte nie, dass Er Ihr fehlt
Du fehlst Ihr

Spazieren gehen

Das Leben
Die schwerste Prüfung wohl
Jedoch leichter zu bestehen
Zu zweit

Komm
Nehm meine Hand
Begleite mich ein Stück
Es ist nicht immer leicht

Doch jeder Moment
Ist es wert
Gelebt zu werden
Bis zum Schluss

Sunday, October 28, 2007

Leere Hoffnung

Dunkle Leere
Schmerz der Einsamkeit
Hoffnung liebt die Angst
Übelkeit
Gedanken übergeben sich

So groß die Freude war
So groß die Angst ist
So groß die Enttäuschung kommt
Alles muss raus
Ergib Dich

Keine Hoffnung
Es war konstant
Lass die Hoffnungen ersticken
Den Funken austreiben
Sie schneiden sich nur selbst

Genieße den Augenblick
Nur einen Moment in Erinnerung
Alles andere bleibt
Jedes Gefühl
Flammt auf
Und nimmt am Ende seine Rache

Wer bist Du
Der so frei ist von all dem
Und so froh
Als würde er nicht fühlen
Was fühlst Du

Intelligenz kommt immer erst danach

Zitat der Woche

Ich habe
intensiv gelebt
geliebt und allerlei Geheimnisse erforscht.
Der Körpertod darf kommen.
Mein Leben allerdings
währt immerfort.
Und meine Seele tanzt.

Christa Schyboll

Wednesday, October 24, 2007

Kleiner Tot

Unwichtig
Alles
Egal was
Es ist
Nichts

Umarm mich
Gib mir halt
Allein
Geh ich
Verloren

In diesem Meer
Von toten Gesichtern
Die keine Nähe kennen
Gefühlsfremd
Alltagstot

Kein Wort
Jedes wäre
Überflüssig
Umarm mich nur
Ich will nicht einsam sein

Niemand ist da
Keiner
Der umarmt
Der liebt
Der einfach da ist

Im Spiegel
Ist ein totes Gesicht
Das keine Nähe kennt
Doch nicht gefühlsfremd
Einfach Alltagstot

Sunday, October 21, 2007

WEICHEIER

Ich habe nichts dagegen, wenn ein Kerl über seine Gefühle redet ...im Gegenteil.
Es ist auch vollkommen in Ordnung, wenn man(n) sagt das es einem Scheiße geht und aus welchem Grund.(Von mir aus auch lang und breit mit Diskussionen,Thesen etc... stundenlang)
ABER....
Da gibt es so manche Exemplare die haben in all den quälenden Jahren des Leidens diese Art von Gefühlsausbrüchen perfektioniert.
Das sind dann die Herren der Schöpfung, die zu Hause hocken und sich sagen wie scheiße doch alles ist,weil sie kein Weib abbekommen oder weil sie gerade eines verloren haben...
So weit so gut, verständlich das es einem dann nicht gut geht ...für 4 - 8 Wochen. Vielleicht etwas länger ... Je nachdem was lief usw...
Nun habe ich das Glück irgendwie ein Tagebuch-gesicht zu besitzen und mir das alles erzählt wird, was diese armen Kerle alles so durchmachen müssen ... ist Ok ,ich höre zu und helfe wo ich kann,gebe Tipps oder lade sie ein etwas zu Unternehmen, neute Leute kennen zu lernen. Aber das geht ja nicht... weil meine Freunde würden die ja sowieso scheiße finden wie alle anderen auch und eigentlich sind die dann ja auch nie so die "Ausgeh-typen". Vor allem mit Leuten die man nicht kennt.( Deswegen heißt das ja auch "kennen LERNEN")
Nun ich höre weiter zu ... Und im Prinzip ist es immer das Selbe ..Alles ist scheiße.. das Universum quält diese armen Geschöpfe ja sowieso nur und macht sich auch noch einen Spaß daraus ( wie kann es diese gemeine Universum nur wagen?!) ..überhaupt ist das ja alles Sinnlos hier ....
Und das Alles (womit man ganze Talk-shows und Nächte bei Domian 1live füllen kann) ...muss nun auch präzise, für Jedermann sichtbar, zur Schau gestellt werden.
Ein normaler Mensch würde sagen ...Mir gehts scheiße ...weil.... punkt.

Doch nicht so unsere Spezies des Weicheis:
Dieser pirscht sich langsam an seine Opfer, legt einen unheimlich leidenen Blick auf und fängt dann an los zu heulen,als ob es kein Morgen gibt(und das jeden Abend). Alles was er sagt muss natürlich total dramatisch und theatralisch sein, weil alles andere ja nicht ins Konzept passt und man meinen könnte das er ein wenig zumindest fröhlich oder gar glücklich wäre.(Und das geht ja gar nicht)
Es wird mit Wörten und Sätzen um sich geschmiessen wie; "Es ist nie leicht umher zu wandeln mit gebrochenem Herzen", "Es ist alles so schwer", "sinnlos","ich ändere es unter Tränen", "Ich muss es ja leider hin nehmen und akzeptieren.....(da kriegt man jetzt auch schon ein wenig Hoffnung) Aber ich kann nicht"(Hoffnung adieu...)
Und das ist ganz wichtig ..."Ich kann nicht". Eines der Grundsätze....gäbe es Gebote würden sie wie folgt lauten:
1.Alles ist scheiße
2.Ich kann nicht (was auch immer ,es ist egal ... ich kann es nicht! AUS PRINZIP!!UND NUN LASS MICH WEITER LEIDEN *snüff*)
3.Meine komplette Existenz ist Sinnlos
4.Mein Leben ist soooo schwer
5.Ich bekomme sowieso nie ne Freundin (So bestimmt nicht)
6.Irgendwann werde ich in meinen Tränen versinken
7. Ich bin so Wertlos (buhuhuhu...)

Nun zum Schluss...
Das schlimme ist, dass die meinsten Kerle dabei noch super nett sind und sie sich einfach nur selbst im Weg stehen. Nicht jeder Kieselstein ist gleich der himalaya... oder wie man so schön sagt ...

Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus. ;)

Wednesday, October 17, 2007

Mutter

Eine Mutter sollte alles sein
Alles für das Kind
Und das Kind alles für Sie
Nicht nur die Frau
Die es in diese Welt bringt
Die sagt; ich habe dich lieb
Nicht weil es erwartet wird
Sondern weil Sie das Kind
Wirklich
Über alles liebt
In Gefahr kämpfen würde
Wie eine Löwin
Um es zu beschützen
Mehr Interesse zeigt
Als an dem was man von Außen sieht
Aber Hauptsache
Die Welt
Sieht die perfekte Mutter

Tuesday, October 16, 2007

Zitat der Woche

Umsonst fürchten wir die Träume;
der schrecklichste Traum ist nichts,
verglichen mit dem Leben.

Stanislaw Brzozowski (1878 - 1911)

Freiheit

Los laufen
Nicht zurück blicken
Der Wind durchstreift das Tal
Bäume rauschen

Endlose Fläche
Tanzend, fliegend
Der Blick schweift in die Ferne
Vieles bleibt zurück

Die Seele frei machen
Ungebundenes Herz
Keine Fesseln
Nur der Wind

Einzig ein Nest zum ruhen
Mehr nicht
Einfach frei sein
Wie ein Blatt im Sturm

Thursday, October 11, 2007

Zitat der Woche

Kinder fangen damit an, ihre Eltern zu lieben.
Später urteilen sie über sie.
Und selten - wenn überhaupt jemals - vergeben sie ihnen.

Oscar Wilde ( 1854 - 1900)

Tuesday, October 09, 2007

Kleiner Engel

Ein Engel
Klein und zerbrechlich
Ruht friedlich in der Nacht
Kennst keinen Schmerz
Kennst keine Angst

Wohlig warm gebettet
Dort liegt der kleine Schatz
Träumt von schönen Dingen
Die Ihm hat gebracht die Nacht
Kennst keinen Schmerz
Kennst keine Angst

Flieg, mein kleiner Engel
Breite Deine Flügel aus
Flieh aus dieser Welt
Bevor sie Dich einholt
Kennst keinen Schmerz
Kennst keine Angst

Geh fort
Sonst wird sie Dich zereissen
Es gibt so viel Leid und Zorn
Nur wenig Freude
Kennst keinen Schmerz
Kennst keine Angst

Nun hat sie Dich
Deine Flügel sind gebrochen
Ruhig, weine nicht
Es wird wieder gut
Kennst nun Schmerz
Kennst nun Angst

Schlaf mein kleiner Engel
Wiege Dich im Arm
Träume für immer
Dort kriegen sie Dich nicht
Nahm Dir den Schmerz
Nahm Dir die Angst

Gute Nacht

Geschichten über Berge

Ungewiss liegt Sie dort
Die Zukunft
Was wird geschehen
Furcht macht sich breit

Ich erklimme den Berg
Ohne die Spitze zu sehen
Und damit zu leben
Das Ich jeder Zeit fallen kann

Es ist Kräfte zehrend
Langsam fängt es an zu bröckeln
Steine fallen tief
Gib mir mehr Mühe

Ich sehe die Spitze
Hoch über mir
Soweit entfernt
Wer hat schon Träume platzen sehen..?

Der Tausch

Angst bannte mich
Starr der Geist
Wollte alleine sein
Damit Niemand verletzt

Dein Blick der Vertrauen barg
Wärme, die mir Geborgenheit gab
Deine Umarmung
Lass nicht los

Sie löste die Angst
Die mich gefangen nannte
Sie ist fort
Verbannt

Du
Der nun hier ist
In meinem Herzen
Ein guter Tausch

Saturday, October 06, 2007

Zitat der Woche



Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte.
Friedl Beutelrock

06.05.1889 -
deutsche Schriftstellerin