Saturday, September 12, 2009

Totgeburten des Kopfes
Wurden nie zu Ende gedacht
Haben nie gelebt
Wurden nie gesprochen
Und waren nie aufgeschrieben

Kommen in diese Welt
Gelangen in sich übergebende Gehirne
Und werden nach und nach
Einer nach dem anderen
Abgeschlachtet
In vernichtenderer Weise nieder gemetzelt

Was man nicht denken will
Spühlt man runter
Oder schließt es weg
Nägel haben so etwas entgültiges
Tief vergraben

Wenn der Gedankenbrei ausläuft
Verheizen oder auf Eis legen
Egal
Hauptsache fort
Und in Feigheit, Niedergeschlagenheit und Selbstmitleid sich welzen
Geht das fröhliche Schlachten weiter

Zitat der Woche

"Leid gehört zur Liebe.
Es verleiht der Liebe erst den Duft. Es macht alles der Mühe wert.
Der zauberische Bann der Liebe liegt in der Tatsache,
Das sie welken muß wie eine Blume.
Nur der Schmerz der Liebe ist unvergeßlich.
Der Schmerz ist die Pflanze,
Die in diesem Boden Wurzeln schlägt und zurückbleibt,
Wenn die Freude für immer verblüht ist."

Aus: John Knittel: Amadeus

Tuesday, September 08, 2009

Fragen
So viele Fragen
Möchte Ich Dich fragen
Doch vermag Ich es nicht
Denn
Ich kenne Deine Antworten
Und ertrüge Sie nicht

Sagen
So viel sagen
Möchte ich Dir
Doch vermag Ich es nicht
Denn
Du würdest schweigen
Und Dies ertrüge Ich nicht

Sein
So viel sein
Möchte ich bei Dir
Deswegen frag und sag Ich nichts
Denn
Ich müsste fort
Und Dies ertrüge Ich nicht

Thursday, August 06, 2009

Zitat der Woche

Einschlafen dürfen,
Wenn man müde ist,
Und eine Last fallen lassen dürfen,
Die man lange getragen hat,
Das ist eine köstliche,
Eine wunderbare Sache.

(Hermann Hesse)

In Gedenken an die heutige Trauerfeier. Du fehlst.

Sunday, August 02, 2009

Abschied nehmen

Nun bist Du fort
Nach so langer Zeit
Holte er Dich doch
Und wir
Bleiben zurück

Es geht ein wundervoller Mensch
Nur Erinnerung bleibt
Es geht ein Stück Familie
Es geht ein Stück Liebe
Es ging ein Teil von mir


In Erinnerung an einen liebevollen Menschen,
Der letzte Nacht Abschied nahm.

Tuesday, July 28, 2009

Treuloser Pfad

Weder hier noch dort
Zerrissen
Kein klares Ende
Kein Anfang in Sicht
Es zieht nur
Das Echo der Vergangenheit
Seine stillen Bahnen

Verwirrt und nach dem Rechten suchend
Halb mit der Vergangenheit kämpfend
Die langsam erstickt
Fast wieder zu Hause
Und doch irgendwo dazwischen hängend
Einfach dahin vegitierend

Oder
Wie soll ein Blinder den Weg finden
Wenn er sich im Labyrinth
Verlaufen hat...

Zeigst Du Ihm den Weg..?

Tuesday, July 21, 2009

An einen Freund

In dieser Zeit
Bist Du der Mensch
Der mich zu mich selbst zurück finden lässt

Ich bin glücklich
Wenn Du da bist
Es ist schön

Ein warmherziger Mensch
Der komplizierter nicht sein könnte
Und doch so einfach
Mir die Sinne raubt

Hab Dank
Für die Zeit
Die ich mit Dir verbringen darf

Du stelltest mir eine Frage
Auf die ich Dir des Nachts keine Antwort gab
Aus Furcht

Doch nun
Sag ich Dir
Sie lautet
Ja

Gedanken

"Du hast mich angelogen..."

- "Aber nicht betrogen!"

"Reicht das nicht..?"


Manche Dinge wollen einfach nicht aus dem Kopf verschwinden...

Saturday, April 25, 2009

Und manchmal
Fühlt man sich wie ein Mosaik
Eines von der Sorte
Das Du gar nicht erst anfangen möchtest zu legen

Nicht weil es zu schwer ist
Sondern
Weil Du weißt
Das schon ein paar Teile fehlen

Zerstreut in kleine Stücke
Verloren in der Welt...allein
Es ist
Unvollständig

Und jeder neue Tag
Scheint Hoffnung zu bringen
Bis die Nacht nur noch mehr verschwinden lässt

Es möchte doch nur wieder komplett sein
Nicht
Sich auflösen

Doch die alten Teile bleiben verloren
Verschollen in der Vergangenheit
Und Neue
Wollen nicht passen

Das Gefühl bleibt
Reist ein tiefes Loch in das Bild
Welches dadurch nicht mehr schön anzusehen ist
Es auszubreiten wäre dumm

Was bringt einem schon ein Puzzle
In dem die wichtigsten Teile fehlen

Sunday, April 19, 2009

Sie wollte Dich nie missen
Denn Du bist nicht der Ihre
Freiheit lockt
Und doch
Sucht ihr Herz
Immer und immer wieder
Das Deine
Die Sucht dahinter
Zu groß
Es schmerzt
So sehr
Den Dein wahres Interesse galt nicht ihr
Doch Sie quält sich
Für ein kleines bisschen Glück
Verrückt

Sunday, March 29, 2009

Es ist das Leben
Welches Dich gnadenlos auf die Knie zwingt
Es sind die Menschen
Die Erfahrungen
Der Schmerz, Das Leid
Das Glück und die Hoffnung
Der ganze kranke Scheiß
Der Dich zu einem von Millionen macht
Zu einem Menschen der am Ende ist
Der Weg ist
Eine Sackgasse
Mal wieder
Wie immer
Immer wieder
Du hattest was anderes erwartet
Und doch frist Du immer den selben Mist
Irgendwann zereisst es Dich ganz
Und Du erstickst an dem Dreck
Den Du täglich hochwürgst
Und Doch immer wieder schluckst
Verreckst an dem Leben welches wertloser nicht sein könnte
Welch eine Ironie das doch ist
Verstorben am Leben

Tuesday, March 03, 2009

In Ketten
Sein
Ganz und gar
Unsichtbar
Scheinbar
Unscheinbar
Nicht existent

Ein Freigeist
Der auf Wände traf
Ein Vogel der erstickt im Käfig lag
Für immer mit Ihm verbunden
Und doch so allein
Verblasst das sein

Sahst Du die Kugel
Ach so passend
Zu dem Loch in meinem Kopfe
Falls Du Sie siehst
So danke Ihr

Denn nun bin ich
Dein Freigeist
Der nie auf Wände traf
Dein Vogel
Der nie im Käfig lag
Und weit, weit fliegt fort
Einfach nur davon