Sunday, February 18, 2007

Mal was passendes zu Karneval...x)

Alaaf und Helau!

Diese Büttenrede wurde 1995 in Flörsheim am Main (Karnevalshochburg) gehalten. Der Redner musste nach dem Vortrag unter Polizeischutz rausgebracht werden und die Sitzung wurde vorzeitig beendet, aber die Rede ist seitdem Kult.

Hessische Büttenrede

(Narhalla-Marsch)

“Alaaf und Helau! - Seid ihr bereit?
Willkommen zur Beklopptenzeit!
Mer kenne des aus Akte X,
doch Mulder rufe hilft da nix,
des kommt durch Strahle aus dem All,
und plötzlisch ist dann Karneval!

(Tusch)

Uff einen Schlach werd’nalle dämlisch,
denn das befiehlt das Datum nämlisch!
Es ist die Zeit der tollen Tage,
so eine Art Idiotenplage,
eine Verschwörung, blöd zu werden,
die jährlich um sich greift auf Erden.
Ei’ wahre Ausgeburt der Hölle,
und Ausgangspunkt davon ist Kölle!

(Tusch)

Denn dort gibt’s nisch nur RTL,
das Fernseh-Einheitsbrei-Kartell,
sondern aach jede Menge Jecken,
die sisch auf Nasen Pappe stecken,
in Teufelssekten sich gruppieren
danach zum Elferrat formieren
und dann muss selbst das dööfste Schwein
dort auf Kommando fröhlisch sein.

(Tusch)

Auf einmal tun in allen Ländern
die Leude sisch ganz schlimm verändern
Sie geh’n sisch hemmungslos besaufe
und fremde Mensche Freibier kaufe
schmeiße sisch Bonbons an die Schädel,
betatsche Jungens und aach Mädel
und tun eim jede, den sie sehen,
ganz fuschtbar uff de Eier gehen!

Sie tun nur noch in Reime spreche
und sind so witzisch, man könnt’ breche,
bewege sisch in Polonäsen,
als trügen sie Gehirnprothesen,
man möschte ihnen - im Vertrauen -
am liebsten in die Fresse hauen!

(Tusch und Konfetti-Kanone)

Doch was soll man dagege mache?
Soll man vielleicht noch drüber lache?
Es hilft kein Schreie und kein Schimpfe,
man kann sisch nich mal gegen impfe,
die Macht der Doofen ist zu staak,
als dass man sisch zu wehr’n vermag!

(kein Tusch)

Am besten ist, man bleibt zu Haus
und sperrt den Wahnsinn aanfach aus.
Man schließt sich ein paar Tage ein
und lässt die Blöden blöde sein!
Der Trick ist, dass man sich verpisst
bis widder Aschermittwoch ist!

Und steht ein Zombie vor der Tür,
mit so ‘nem Pappnasengeschwür,
und sagt statt “Hallo” nur “Helau”,
dann dreh sie um, die dumme Sau,
und tritt ihr kräftisch in den Arsch und ruf dabei:

Narrhalla-Marsch!”

“Vielen Dank …”

(Tusch,Narhalla-Marsch mit schnellem Weglaufen)

Friday, February 16, 2007

Entscheidungen

Es ist oft schwer das Richtige zu tun, auch wenn man weiß, dass es das Richtige ist. Es tut weh sich von etwas zu trennen, was man lieb gewonnen hat, selbst wenn es einem schaden mag. Man fühlt, dass man nicht immer glücklich ist, da es oft schmerzt. Und doch hängt man so daran. Was soll man tun, so zerissen in seiner selbst?! Warten und hoffen, dass es besser wird?Das jemand anderes die Entscheidung für einen fällt? Wenn es nach Anderen ginge,wäre schon längst eine Enscheidung getroffen...
Jedoch empfinden sie nicht wie ich ... Ich seh es nicht als schlecht an, mein Herz hängt daran, bei dem blossen Gedanken es zu entscheiden sträubt sich in mir alles...
Doch es steht großes auf dem Spiel. Welches ich nie verlieren möchte.
Ich weiß nicht was ich tun soll...
Der richtige Weg ist nun bekanntlich nicht immer der einfachste. Wer weiß wann ich eine Entscheidung treffe. Ich fühle mich nicht in der Lage dazu.Ich muss eingestehen,ich bin überfordert. Nicht leicht, wenn man bedenkt das ich alles irgendwie schaffen will. Ich würde mir selber ins Fleisch schneiden, um vllt. etwas zu gewinnen. Doch ist es es wert in anbetracht dessen, was ich verlieren würde..?! Und wenn ich nicht schneide, verliere ich dann noch mehr... ?!
Weshalb können die anderen nicht mit meinen Augen sehen ... Meine Gefühle empfinden, um zu merken wie schwer es ist von jemandem los zu kommen, der einem nicht gut tut und an welchem jedoch das Herz so sehr hängt... Auch wenn das niemand nachvollziehen kann...

Tuesday, February 13, 2007

Realität

Eine Ruine ist heute das,
Was ich einst mein Heim nannte.

Die Familie zerbrochen,
Es blieb nur noch Kälte und Einsamkeit.

Das Glück packte seine Koffer,
Zog aus.

Es wollte nicht mehr bei uns bleiben,
Lief schon fast flüchtig fort.

Wir sahen ihm sehnsüchtig und lange nach,
Doch es änderte seine Meinung nicht.

Und so blieb jeder für sich allein,
Halt gab es nicht.

Gebrüll und Zorn erwachte,
Die Verzweiflung trieb den Wahnsinn an.

Und die Hilflosigkeit weinte leise vor sich hin,
Versunken in ihrer selbst.

So steh ich in den Trümmern,
Blicke betreten umher.

Erinnerungen,so viele Erinnerungen...
Sie huschen davon.

Eine Familie,
Sind wir das,

Irgendwo,irgendwie,
Waren wir es irgendwann.

Wieder fliegt eine Erinnerung an mir vorbei,
Und mir wird klar;

Das es keine Erinnerung war.
Sondern das Jetzt,
Welches an mir spurenlos vorbei schwebt.

Sunday, February 11, 2007

Deine Wärme

Eine kalte Briese durchfährt meine Kleider,
Der Regen peitscht mir streng ins Gesicht.

Ich will fort,
Jedoch habe ich mich verirrt.

Weiß nicht vor und nicht zurück,
Vergass wo oben und unten ist.

Die Wege liegen im Dunkeln,
Da das Licht erlosch.

So krieche ich blind am Boden,
Suchend nach meinem Weg.

Zeit hat in diesem Spiel keinerlei Bedeutung mehr,
Vieles ist wichtig,

Doch die Erinnerung verblasst,
Nach und nach.

Ich bin erschöpft,
Aber ich taste weiter nach dem Pfad,

Der so verborgen zu sein scheint.
Meine Augen wollen sich schließen,

Die Glieder möchten liegen.
Pötzlich,ich verspüre Wärme,

Welche mich umarmt und es vermag mich zu halten,
Sie trägt mich durch die Nacht.

Ich bin nicht mehr allein,
Sie passt auf mich auf.

Am Tage geht sie wieder fort,
Doch durch die Nacht hilft sie mir.

Immer dann,
Wenn der Tag mich blind gemacht hat.